Von der Angst, alleine zu reisen bis zu Medikamentensorgen

Kopfkino an:

Du spazierst durch die Straßen von China-Town in San Francisco und kannst dich an der Vielfalt der angebotenen Ware nicht satt sehen. Von billigen Souvenirs über außergewöhnliches Obst und Gemüse bis zu frischem Fisch, den du noch nie gesehen hast.

Szenenwechsel: Du genießt die letzten Sonnenstunden am Grand Canyon. Die Schattenspiele lassen die Schluchten vor dir unendlich erscheinen und die Abendstimmung lässt auch die anderen Touristen ehrfürchtig schweigen.

Szenenwechsel: Du steigst aus dem Auto und die Hitze, die dir entgegen schlägt, ist unglaublich. Du hast das Gefühl, du atmest Feuer, während die Sonne von oben auf dich brennt. Vor dir ist nur die karge Weite des Death Valley zu sehen und trotzdem kannst du nicht aufhören zu staunen.

Death Valley – wenn du Luft zum Atmen zu heiß ist

Kopfkino aus.

Zumindest für jetzt. Denn wenn du nicht deine üblichen Sorgen besiegst, wird dir dein Kopfkino wahrscheinlich nur zeigen, dass du in China Town was falsches isst, es am Grand Canyon regnet und du den Sonnenbrand deines Lebens im Death Valley bekommst.

Willkommen also zum achten Teil meiner „Aber was ist, wenn“-Serie.

Heute lassen wir wieder vier Sorgen verschwinden, damit dein Kopf genügend Platz für schöne Filme hat. Heute geht es um:

Sorge 1: Angst, alleine zu reisen
Sorge 2: Die richtigen Dokumente einpacken
Sorge 3: Die richtige Verpflegung finden
Sorge 4: Die passenden Medikamente mitnehmen

Die Motivation und den ersten Teil der Serie findest du hier.

Gar nicht erst alleine auf den nächsten Trip gehen zu müssen, ist natürlich toll. Aber alleine zu reisen hat definitiv seine Reize.

Du musst dich nur mit dir abstimmen. Wenn du müde bist, gehst du schlafen. Wenn du Hunger hast, dann isst du was. Und du guckst dir sowieso nur das an, worauf du Lust hast. Und wenn du mal keine Lust hast, musst du das niemandem erklären.

Wenn du bei dem Gedanken, einfach alleine in den Flieger zu steigen, ein flaues Gefühl im Magen bekommst, dann habe ich drei Tipps, die dir garantiert ein besseres Gefühl geben:

Information ist alles

Angst haben wir meistens vor dem Unbekannten. Was erwartet dich in dem völlig fremden Land? Wie kommst du von A nach B, was kannst du essen, wo willst du schlafen?

Je mehr du über dein Ziel herausfindest, desto weniger große Unbekannte gibt es. Und Dank Internet kommen wir heute so einfach und günstig an Informationen wie noch nie zuvor.

Lies Blogs (wie diesen hier!), suche dir entsprechende Gruppen in Facebook oder Foren zu deinem Reiseziel. Vielleicht hast du Freunde, die schon einmal das Land/die Stadt bereist haben oder du guckst dir – YouTube sei Dank – Reportagen und Vlogs an.

Planung hilft

Auch wenn Spontanität und Freiheit eine Reise erst richtig toll machen, kann ein bisschen Planung vorneweg nicht schaden.

Überlege dir eine grobe Route, die du bereisen willst und schreibe sie auf. Auch wenn du während deines Trips doch noch einen ungeplanten Abstecher machst, hilft dir deine Liste auf dem heimischen Sofa, einen Fahrplan zu haben.

Buche deine ersten Übernachtungen. So sparst du dir den Streß, vor Ort unausgeschlafen und nach stundenlanger Anreise, ein Hotelzimmer finden zu müssen, das zu dir und deinem Budget passt.

Speichere dir schon zu Hause einige hilfreiche Apps auf dein Handy, mit denen du in deinem Reiseland einfacher unterwegs bist (eine Auswahl der Apps, die mich immer begleiten, findest du hier.)

Organisiere deine ersten Tage

Mache es dir einfach und nimm dir für die ersten Tage ein paar einfache Dinge vor: Ankommen und ins Hotel fahren, den Jetlag ordentlich ausschlafen, gemütlich frühstücken, am besten in deiner Unterkunft, eine oder zwei Sehenswürdigkeiten besichtigen.

Plane deine ersten Tage nicht zu voll, denn die vielen neuen Eindrücke brauchen Zeit, um verarbeitet zu werden. Gönne dir also Pause und Auszeiten am Strand oder Pool oder in einem netten Café.

Nach den ersten paar Tagen mit einer einfachen Routine wirst du dich schnell wohl fühlen und kannst richtig durchstarten.

Auch Ronja von Generation Y hat ihre Angst überwunden und ist alleine los gezogen. Dazu hat sie einen tollen Beitrag mit noch vielen weiteren Tipps auf ihrem Blog veröffentlicht. Also schau unbedingt bei ihr vorbei.

Alleine auf Tour gehen – traust du dich das auch?

Das ist weniger kompliziert, als wir es uns manchmal vorstellen.

Eigentlich benötigst du für jede Reise als Basis drei unterschiedliche Dokumente.

  • Gültiger Reisepass
  • Gültiges Visum (bei Bedarf)
  • Gültige Kreditkarte

Für die ersten beiden findest du im Internet mit wenig Suchen die wichtigen Informationen zu Dauer, Beantragung, benötigten Unterlagen und Kosten.

Eine passende Kreditkarte zu finden, bedarf ein bisschen Recherche.

Willst du es dir einfach machen, nimm einfach die von deiner Bank angebotene Karte.

Dafür wirst du sehr wahrscheinlich eine Jahresgebühr bezahlen und auch ein paar Prozente bei deinen Geldabhebungen abdrücken müssen.

Willst du ein paar Euros sparen, musst du ein bisschen Zeit in Recherche und Vergleiche investieren.

Mein Tipp: Ich reise mit der 1 plus Visa Card der Santander Bank. Damit kann ich überall ohne zusätzliche Gebühren Geld abheben und damit bezahlen.

Weitere Infos zur Karte und den Bedingungen findest du hier.

Je nach Reiseland, Dauer und Aktivitäten, die du während deiner Reise unternehmen willst, brauchst du vielleicht noch das ein oder andere Papierchen mehr. In meinem Beitrag „7 wichtige Dokumente, die du unbedingt einpacken solltest“ findest du eine ausführliche Zusammenstellung.

Bei der großen Auswahl an Möglichkeiten, kann die Entscheidung echt schwer fallen.

Du hast die Wahl zwischen keiner Verpflegung, nur Frühstück, Halbpension, Vollpension oder All Inclusive. Was die einzelnen Optionen genau bedeuten, habe ich hier für dich zusammen gefasst.

Pauschale Antworten sind bei dieser Frage nicht zu treffen, denn das hängt ganz eng mit deiner Laune und deinen Aktivitäten zusammen.

Aber hier ein kleiner Denkanstoß:

Bist du neugierig auf Land und Leute, dann rate ich dir, keine Verpflegung oder nur das Frühstück zu buchen. So hast du jeden Tag alle Optionen offen und kannst dich durch die Leckereien des Landes schlemmen.

Wenn du dich mehr entspannen willst und nicht besonders viel unterwegs bist, dann ist auch Halbpension eine gute Wahl für dich. Du musst nicht Hunger leiden und hast trotzdem etwas Spielraum, um die ein oder andere Köstlichkeit zu probieren.

Vollpension, Halbpension, nur Frühstück? Was ist für dich richtig?

Kurzer Hinweis am Anfang: Ich bin kein Arzt. Ich gebe nur kleine Ratschläge, die auf meiner eigenen Erfahrung basieren.

Für jedes Reiseland bist du mit drei Basics gut gerüstet: Schmerzmittel, Fiebermittel und etwas gegen Durchfall.

Die üblichen Wehwehchen, die dich treffen können, sind Kopfschmerzen, sei es von zu wenige Wasser, zu viel Bier oder auch viel zu viel Sonne.

Durch Sonnenbrand oder auch Erschöpfung, weil du dir zu viel vorgenommen hast, kann es mal zu leichtem Fieber kommen, dagegen wirken die bekannten Fiebersenker.

Und was falsches zu essen, kann dich immer und überall treffen. Mit einem Medikament dagegen, ist zumindest das Aufsuchen des nächsten Klos gesichert.

Natürlich musst du dich für dein jeweiliges Reiseland informieren, ob du noch weitere Schutzmaßnahmen oder Impfungen brauchst. Einen ersten Überblick dazu findest du auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Da es aber überall Apotheken gibt und du bestimmt eine gute Krankenversicherung hast, brauchst du nicht wertvollen Platz im Rucksack oder Koffer mit Mittelchen vollzustopfen, die du am Ende mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht brauchen wirst.

Brauchst du doch etwas mehr Sicherheit, dann schau doch mal hier vorbei und hol dir meine praktische Checkliste für die Reiseapotheke.

4 Sorgen weniger? Klasse!

Mit welchen Sorgen hält dich dein Kopfkino auf Trapp? Lass es mich in den Kommentaren wissen und gemeinsam finden wir eine Lösung.

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2 thoughts

  1. Liebe Magdalena,

    vielen lieben Dank für die Erwähnung!!
    Ich bin gerade auch wieder alleine unterwegs und stöbere durch deinen Blog!
    Anfangs ist es immer eine Überwindung, alleine loszuziehen, aber bereuen tut es wohl kaum einer, der es schonmal ausprobiert hat.

    Viele liebe Grüße von den Philippinen 🙂
    Ronja

    1. Philippinen!!! Wie geil ist das denn bitte???
      So, jetzt habe ich mich wieder im Griff 😉
      Schön zu hören, dass du das Abenteuer „alleine reisen“ immer wieder wagst und aufs neue bestätigt bekommst. Damit bist du eine tolle Inspiration!

      Liebe Grüße aus Deutschland
      Magdalena

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