Ende des Jahres – die passende Zeit also, um die Trips aus diesem Jahr Revue passieren zu lassen.

Und dabei habe ich etwas entdeckt: Ich war überhaupt nicht so viel unterwegs. Aber da jeder Trip richtig Spaß gemacht hat (und komplett anders war), kommt es mir viel mehr vor.

Den Anfang hat im Januar Madrid gemacht – ein Vorteil, wenn die beste Freundin nach Spanien auswandert (auch wenn es eigentlich nicht besonders cool ist, sie so weit weg zu wissen!).

Ein verlängertes Wochenende mit Mädchengesprächen, Vino Tinto, Kuchen und Tapas.

Endlich haben wir auf das ausgiebige Feiern verzichtet (in Madrid gehst du selten vor Sonnenaufgang wieder nach Hause. Ich weiß auch nicht, wie das passiert?) und konnten am Sonntag ganz gemütlich über den Rastro schlendern. Wer den nicht kennt, sollte das unbedingt nachholen. Hier kannst du nachlesen, was dich erwartet.

Bedingt durch meine Arbeit und die Messe-Saison musste ich im Februar und März die Füße still halten.

Aber endlich kam der langersehnte 27. April und wir hoben ab Richtung Bali. Warum das mein absolutes Highlight des Jahres war, kannst du hier nachlesen.

Bali – du warst unglaublich!

Auf Bali konnte ich einige „erste Erfahrungen“ sammeln:

Tropisches Klima – Wir kamen Abends an und natürlich war es richtig schön warm. Nach einem kurzen Spaziergang durch das Viertel und natürlich einem kurzen Besuch am stockdunklen Strand, haben wir es uns mit einem kühlen Bierchen am Hotel-Pool gemütlich gemacht und ich habe mich riesig gefreut, dass es noch so warm ist.

Den nächsten Tag wollte ich mit einer kleinen Yoga-Einheit auf der Veranda vor unserem Zimmer beginnen, aber schon nach nur drei leichten Dehnungen brach mir der Schweiß aus. Tropisches, feuchtes Klima war mir völlig neu. Schnell Yoga-Matte gegen Pool getauscht – so kann der Tag natürlich auch beginnen.

Mit dem Roller fahren – Habe ich in Deutschland in jungen Jahren auch ein paar Mal gemacht. Dann hat es mich aus der Kurve geschmissen (ich finde, das hört sich dramatischer an als „Dann hab ich beim Anfahren zu viel Gas gegeben und das Moped ist samt mir umgefallen“), und ich habe nie wieder auf einem gesessen.

Aber auf Bali brauchst du in manchen Gegenden einen fahrbaren Untersatz. Und siehe da, so schwer ist es gar nicht. Trotzdem empfehle ich niemandem, das auf Balis teilweise chaotischen Straßen und im Linksverkehr zu lernen. Auch ich habe mich die meiste Zeit auf die sicheren Fahrkünste meiner besseren Hälfte verlassen.

Drachenfrucht – Davon hatte ich schon viel gehört, aber tatsächlich hatte ich diese Köstlichkeit noch nie probiert. Der Hammer war schon der Obstsalat am morgen, wenn neben roter und gelber Wassermelone auch noch Drachenfrucht zu finden war.

Aber der Höhepunkt war der frische Drachenfrucht-Saft – so lecker! Schade nur, dass ich erst gegen Ende darauf gestoßen bin (allerdings konnte ich mich auch kaum am Melonensaft satt trinken).

Drei Wochen auf Bali gingen leider viel zu schnell vorbei. Aber ich bin mir sicher, dass ich Indonesien und eben auch Bali bald wieder einen Besuch abstatten werde.

Der nächste Ausflug kam erst Mitte Juli und hier kommt die neue Liebe ins Spiel. Und nein, ich habe mir nicht einen neuen Partner gesucht, sondern Dank Freunden und Kollegen das Zelten wieder entdeckt.

Camping in Lauterbourg – neue Liebe gefällig?

Ich kann mich an Zeltausflüge als Teenager erinnern und ich hatte immer Spaß dabei. Dann ist das Zelten etwas in Vergessenheit geraten und auf die Frage, ob ich nicht Lust auf ein paar Tage mit Zelt am See in Frankreich hatte, habe ich spontan zugesagt.

Das einzige, was ich zu dem Zeitpunkt besaß, war ein Schlafsack. Also mussten ein Zelt, eine kleine Luftmatratze und Campingstühle her.

Nur 1,5 Stunden Autofahrt von Mainz liegt an einem türkisfarbenen Baggersee Lauterbourg der Campingplatz Municipal des Mouettes und bietet neben den Dauercampern genügend freie Fläche zum Zelten.

Die Farbe des Sees ist absolut unglaublich und meine Zeit dort war genial. Auch wenn es am ersten Abend regnete und stürmte wie bekloppt und wir – dicht gedrängt – unter unserem Pavillon ausharren mussten, die Laune hat uns das nicht verdorben.

Und ich habe mich wieder daran erinnert, dass ich im Zelt, mit den vielen Geräuschen der Nacht, unglaublich gut schlafen kann. Ich möchte sogar so weit gehen: Zelten ist so genial, dass das definitiv in die Planung für 2018 aufgenommen wird. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Rafelbunyol ist immer einen Besuch wert

Im September ging es dann wieder Richtung Spanien, dieses Mal nach Valencia oder genauer gesagt, nach Rafelbunyol. Besagte beste Freundin aus Madrid hatte mittlerweile entschieden, dass sie doch lieber am Meer wohnen möchte und der erste Besuch des neuen Heims stand an.

Ich habe mich sofort in Rafelbunyol verliebt. Es ist nur eine kleine Ortschaft wenige Kilometer vor Valencia, aber unglaublich lebendig.

Im Ortskern findest du alles, was es zum Leben braucht. Lebensmittel, frisches Obst und Gemüse, Haushaltswaren, Bank, Polizei und Immobilienbüro, Bäcker, Metzger und jede Menge mehr.

Zur Siesta ist natürlich niemand auf der Straße, aber wenn die Hitze des Tages so langsam nachlässt, dann spielt sich das gesamte Leben auf den Straßen vor den Häusern ab.

Die Türen stehen immer offen, die Nachbarn besuchen sich gegenseitig oder sitzen auf ihren Stühlen vor der Tür und warten auf das nächste Schwätzchen oder es herrscht gerade sowieso wieder eines der unzähligen Straßenfeste.

Und ja, da fällst du als Tourist sofort auf!

Aber auch Valencia hat einen unverwechselbaren Charme und begeistert mich mit ihrer Altstadt. Enge, kleine Gässchen, viele kleine Geschäfte und Bars – hier kannst du stundenlang durch die Gegend schlendern. Und wenn es dir mal zu warm wird, dann kannst du am Stadtstrand die kühle Brise genießen.

Ich habe zwar keinen Abend in Valencia verbracht, aber ich habe gehört, dass das Nachtleben ziemlich gut sein soll. Vielleicht hast du ja Tipps dafür, dann lass es mich in den Kommentaren wissen.

Als Fan von Städtetrips ging es im November nach Trier. Blöd nur, dass ich mir ausgerechnet das Wochenende ausgesucht habe, an dem es nur regnet. Nur!

Aber es gibt ja Regenschirme und auch ein paar trockene Stellen. Zum Beispiel den Besuch der Porta Nigra. Von außen habe ich sie schon gesehen, dieses Mal ging es auch nach drinnen. Die Architektur ist wunderschön und du überblickst einen guten Teil der heutigen Fußgängerzone.

Die Porta Nigra – Trier

Besonders toll ist die kleine Ausstellung in der obersten Etage, die genau zeigt, wie die älteste Stadt Deutschlands bereits vor 2000 Jahren aussah. Du triffst auch jetzt noch überall auf römische Baudenkmäler, zu gucken gibt es also einiges.

Wenn es nicht gerade regnet wie in Strömen, bietet Trier einige richtig interessante Stadtführungen zu bestimmten Themen an. Hier kannst du dir die Auswahl ansehen.

Weiter ging es dann quer durch die Innenstadt zu den Kaiserthermen. Die wurden allerdings nie fertig gestellt. Heute kannst du neben den halbfertigen Bauten vor allem das Kellergeschoss besichtigen und findest dich plötzlich in vielen engen Gängen unter dem Gelände der Kaiserthermen wieder.

Sogar ein bisschen gruselig, wenn du wie ich ganz alleine dort unterwegs bist.

Das ein oder andere Wochenende habe ich noch bei der Familie meines Freundes verbracht. Die wohnen auf der schwäbischen Alb und sehen die Schönheit der Umgebung wahrscheinlich nicht mehr. Aber die vielen Berge und Wälder beeindrucken das Stadtkind in mir.

Das waren meine Trips 2017. Und jeder war einzigartig!

Aber jetzt freue ich mich auch, meine Planung für 2018 zu machen. Davon demnächst mehr.

Was waren deine Trips 2017? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

3 thoughts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.