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Von Wohnungen kündigen bis zur falschen Wortwahl

„Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

Ich gebe dem guten Laotse recht und muss damit gestehen: Meine 12-monatige Asienreise begann eigentlich im Januar 2017.

An einem kalten Januarabend saß ich – eingewickelt in Decke, Pulli, Schal, mit einer Tasse Tee auf dem Sofa (nein, die Heizung in unserer Wohnung funktioniert tadellos, aber mein Körper findet Winter unerträglich!) und konnte meinen Ohren nicht trauen. Beim Hello World Kongress von Sofia und José sprachen Menschen über ihre langen Reisen.

Beim einen war es ein Sabbatical, die andere hat angefangen, unterwegs online zu arbeiten, die dritten haben sich ihre Kinder geschnappt und sind auf Weltreise gegangen. Die Storys waren so unterschiedlich wie die Sprecher. Und ich wusste plötzlich: Zu denen will ich auch gehören!

Willst du das auch, aber dein Kopfkino und dein Umfeld laden ihre Sorgen bei dir ab? Dann ist meine kleine Artikel-Reihe genau richtig für dich! Denn wir widmen uns vier weiteren Sorgen, die dich von deiner Weltreise abhalten können – aber nicht sollen!

Den ersten Teil der Serie findest du hier.

Heute geht es um:

Sorge 1: Wohnung kündigen.

Sorge 2: Dein Umfeld hält dich für verrückt.

Sorge 3: Du bist in einer Beziehung.

Sorge 4: Falsche Wortwahl.

Hab keine Angst vor der Weltreise

Du musst deine Wohnung für eine Weltreise oder einen längeren Trip natürlich nicht kündigen. Wenn es die Moneten erlauben, bleibt alles beim Alten und deine beste Freundin bekommt die Blumen und einen Schlüssel für den Briefkasten.

Oder du mistest ordentlich aus, schaffst ein bisschen Platz und vermietest sie für den Zeitraum deiner Reise unter. Nur frag bitte vorher deinen Vermieter, ob das in Ordnung geht.

Aber manchmal geht es nicht anders (oder du willst es nicht anders) und du kündigst deine Wohnung. Gerade in Ballungszentren steigen die Mietpreise ins Lächerliche und dein Umfeld wird dich mit großen Augen anschauen, wenn du von deinen Plänen erzählst (dicht gefolgt von der Frage: Hast du schon einen Nachmieter?).

Ich wohne in Mainz und auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben will, aber die Mietpreise müssen sich vor München und Frankfurt nicht verstecken, denn 1-Zimmer-Wohnungen können hier gerne 800 € kosten. Kalt – versteht sich.

Und trotzdem habe ich mich entschieden, meinen geliebten vier Wänden Lebewohl zu sagen. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in 12 Monaten ein völlig anderer Mensch bin.

Vielleicht will ich dann lieber auf dem Land wohnen? Vielleicht will ich dann lieber ein Zimmer mehr haben? Oder weniger? Und vielleicht gibt es den neuen Job in einer ganz anderen Stadt?

Für mich waren das zu viele „vielleicht“. Und ich habe eine Mama, die einen garantierten Schlafplatz für mich hat, wenn ich wieder komme.

Die Entscheidung steht für mich also fest. Aber du siehst: Es gibt viele Optionen und deine Wohnung sollte dich auf keinen Fall von deinem großen Abenteuer abhalten.

Ganz ehrlich? Auch wenn das bei mir nicht der Fall war, ist das sogar ziemlich wahrscheinlich. Vielleicht nicht alle, aber doch einige.

Du schwebst also auf Wolke sieben und tapezierst deine Wände, deinen Computer und den Screen deines Smartphones mit den Bildern deiner kommenden Destinationen und dein Umfeld will darüber nichts hören.

Trotzdem: Du bist nicht allein!!! Denn mit mir sind wir schon mal zwei. Also schreib mir einfach!

Spaß beiseite, ein Umfeld, mit dem du deine Vorfreude, aber auch deine Sorgen oder Fragen teilen kannst, ist wichtig, wenn du dein Abenteuer planst. Oft ziehen von der ersten Idee bis zum Abflug Monate und Jahre ins Land, du wirst also immer Phasen haben, in denen du Unterstützung brauchst.

Such dir daher eine passende Community. Das kann online anfangen, denn es gibt so viele Foren und Plattformen, angefangen bei diversen Facebook-Gruppen. Klar, die sind nicht immer das Gelbe von Ei, aber wenn du ein bisschen recherchierst und probierst, wirst du sicher einige Leute finden, mit denen du dich austauschen kannst.

Oft entstehen daraus Meet-ups, die auch sicher in deiner Nähe stattfinden und du bekommst die Chance, die Menschen persönlich kennenzulernen.

Hör dir die wirklich spannende Podcast-Folge von Geh mal reisen zu diesem Thema. Ich fand sie sehr inspirierend.

Sorgenfrei in die Weltreise

Ich gebe zu, das ist eine schwierige Situation, die ohne Kompromisse nicht zu lösen ist.

Dich zieht es in die Welt, du bist bereit, Job, Haus, Auto aufzugeben und aus einem Rucksack zu leben, aber dein Partner findet das Leben eigentlich super, so wie es ist.

Willst du deinen Plan trotzdem durchziehen, dann kommen bei deinem Freund oder deiner Freundin wahrscheinlich die falschen Signale an. Du willst aus der Beziehung raus, du liebst deinen Partner nicht mehr, du bist ein Egoist.

Und doch – machst du den Trip nicht, wie wird sich das in einigen Jahre für dich anfühlen? Es gibt kaum ein schlimmeres Gefühl, als das der verpassten Chancen. „Ach hätte ich doch…“ wird weh tun.

Das Stichwort bleibt also: Kompromisse.

Vielleicht musst du nicht gleich für 12 Monate verschwinden, eventuell reichen auch drei?

Vielleicht kannst du deine Route so planen, dass du immer wieder nach Hause kommst und einige Wochen hier verbringst?

Vielleicht ergeben sich Möglichkeiten, dass dein Partner dich besuchen kommt und ihr so gemeinsam Urlaub macht?

Und – auch wenn ich darin sicher kein Held bin – redet miteinander! Immer und immer wieder. Beziehe deinen Partner in deine Planung ein, mache ihm/ihr deutlich, dass dir seine oder ihre Meinung wichtig ist und du sie brauchst, auch wenn du alleine startest.

Erwarte nicht, dass dein Freund oder deine Freundin in Begeisterungsrufe ausbricht, wenn du deine Reisepläne verkündest, aber gemeinsam könnt ihr sicher Optionen finden, die für beide passen.

Gerade für die Generation unserer Eltern und Großeltern ist die Tatsache, für einige Zeit auf Reisen zu gehen und temporär in anderen Ländern zu leben, sehr fremd.

Früher fuhr man in den Urlaub oder man wanderte aus.

Und jetzt kommst du daher und erzählst etwas von Auszeit und Sabbatical und Job kündigen und beim Sonntagskuchen bricht Panik aus: Das Kind wandert aus!

Jeder kann Weltreise

Sei also vorsichtig mit deiner Wortwahl und suche den richtigen Augenblick, um deiner Familie deine Reisepläne richtig zu erklären. Beschreibe deine mögliche Route, weihe Oma und Opa in die vielen Transportmöglichkeiten der unterschiedlichen Länder ein und beruhige Mama und Papa mit Wissen zu allen wichtigen Themen wie Krankenversicherung, Reiseimpfungen und Kreditkarten.

Dann werden sich sicher bald alle mit dir freuen. Und aufatmen, dass du doch wieder kommst.

4 Sorgen weniger? Das freut mich.

Welche Sorgen plagen dich noch, weswegen du deinen großen Traum noch nicht gestartet hast? Erzähle mir in den Kommentaren davon und gemeinsam finden wir sicher eine Lösung.

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