Von Geldsorgen bis zu ausgebuchten Hotelzimmern

Jeden Morgen schaust du deinen Bildschirmschoner an, siehst traumhafte Strände, hohe Palmen oder auch den Blick von einem Berg und seufzt dabei. So viele Möglichkeiten, doch wie sollst du das alles in einen Urlaub packen? Und werden bei deiner Pauschalreise solche Touren überhaupt angeboten? Wie schön wäre es, der eigenen Nase nach zu reisen. Wenn nur die Sorgen nicht wären.

Im dritten Teil der Serie nehmen wir zusammen wieder vier Sorgen auseinander, die dich von dem selbstgeplanten Abenteuer trennen.

Sorge 1: Kein Geld am Bankautomaten bekommen
Sorge 2: Die Kreditkarte wird gestohlen
Sorge 3: Die Gegend ist gefährlich
Sorge 4: Alle Hotelzimmer ausgebucht

Die Motivation und den ersten Teil der Serie findest du übrigens hier.

Da stehe ich nun, in einem ATM auf Bali. Der Schweiß läuft mir am Rücken entlang, denn natürlich gibt es in diesem kleinen Kabuff keine Klimaanlage. Ich schiebe meine schicke neue Visa-Karte in den Automat, tippe meine Nummer ein, wähle den Betrag und bekomme … nichts. Nur meine Karte. Und den Hinweis, dass die Transaktion nicht möglich ist. Was? Die Karte ist neu, zu Hause habe ich sie noch ausprobiert und Geld ist garantiert auch drauf.

Zweiter Versuch – gleiches Ergebnis.

Ich muss zugeben, da rutschte mir das Herz etwas in die Hose. Hatte ich mich an die erste aller Geldregeln im Urlaub nicht gehalten:

Nie das Bargeld ganz aufbrauchen!

Und trotzdem sitze ich jetzt hier und kann dir von diesem Erlebnis erzählen. Bei mir war das Problem damals schnell gelöst. Ich war in einer ziemlich touristischen Gegend und bin einfach an den nächsten Automaten gegangen. Aber ein paar Wochen später in einer weniger touristischen Gegend musste ich ziemlich weit fahren, weil der einzige Automat in der Nähe von eben dieser Bank war, die meine Karte einfach nicht akzeptiert hat (ohne Angabe von Gründen, versteht sich).

Solche Dinge passieren. Deine Karte wird nicht akzeptiert. Der Automat hat einfach kein Geld mehr. Der Gerät ist schlichtweg kaputt.

Bei all diesen Problemen hilft es immer, wenn du noch ein paar Reserven hast. Und damit einfach zum nächsten Automaten gehen/fahren kannst.

Manchmal funktioniert dein Magnetstreifen plötzlich nicht mehr. Aber auch das muss nicht zum Problem werden. Reise nie mit nur einer Karte. Auch wenn es immer einen kleinen Stressfaktor bedeutet, wenn man mehrere Karten dabei hat und aufpassen muss, ist es doch die beste Möglichkeit, dieses Problem zu lösen. In vielen Ländern kann man übrigens auch mit der EC-Karte bezahlen oder Geld abheben, es lohnt sich also, die ebenfalls im Gepäck zu haben (auch wenn die Gebühren bei dieser Variante oft höher sind).

Natürlich kannst du deine Karte auch verlieren oder sie wird dir gestohlen. Notiere dir also die Telefonnummer der Bank, damit du direkt reagieren und deine Karte sperren kannst. Dazu kannst du auch auf Kreditkarten setzen, auf die du im Vorfeld Geld überweisen kannst – prepaid sozusagen. Selbst wenn du im Falle des Verlustes nicht schnell genug deine Karte sperren kannst oder direkt Einkäufe getätigt wurden, dann ist zumindest nur der feste Betrag weg.

Du siehst, auch wenn es kurz mal spannend werden kann, mit diesen Tipps wirst du nicht ohne Bargeld dastehen.

Geldsorgen im Urlaub –
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Du willst dein Eis bezahlen, greifst in deinen Rucksack und stellst voller Schrecken fest: Der Geldbeutel ist weg! Alles Suchen hilft nichts, das Ding ist futsch und damit dein Geld und deine Kreditkarte.

Tief durchatmen, das passiert. Aber wie kannst du das verhindern?

Zum einen gilt im Urlaub und gerade in belebten Gegenden natürlich etwas mehr Vorsicht als vielleicht zu Hause. Lass deinen Geldbeutel nicht im Außenfach deines Rucksacks oder deiner Tasche. Achte darauf, dass deine Tasche immer gut verschlossen ist. Lagere deinen Geldbeutel immer tief im Rucksack, vielleicht in einem separat verschlossenem Innentäschchen. Vielleicht kannst du einen Doppelreißverschluss sogar mit einem kleinen Schloss sichern. Auch wenn es vielleicht zur Gewohnheit gehört: Nimm den Geldbeutel aus der Gesäßtasche deiner Hose, lieber vorne in die Tasche stecken. Nimm an den Strand nur ein bisschen Geld und gar keine Karte mit.

Aber manchmal helfen alle Tricks nicht, du bist einen Moment nicht aufmerksam oder der Dieb ist richtig dreist und dein Rucksack wird einfach aufgeschnitten. Dann ist Geld und Karte weg.

Jetzt heißt es zunächst: Schnell handeln! Speichere dir vor dem Urlaub alle wichtigen Nummern zu deinen Karten ins Telefon, damit du im Fall der Fälle schnell bei der Bank anrufen und die Karte sperren kannst. Damit ist dein Geld zumindest sicher.

Gib nicht dein ganzes Bargeld aus und bewahre immer etwas im Hotelzimmer auf, am besten im Safe. So kannst du doch noch am Abend etwas zu Essen kaufen. Habe nicht immer das gesamte Geld in deinem Geldbeutel, sondern in einem gesonderten Fach in deiner Tasche oder deinem Rucksack. So ist zwar das Portemonnaie weg, aber du hast noch etwas Geld und kannst deinen Tag weiter genießen.

Hab immer mehr als eine Karte im Urlaub dabei und bewahre eine immer im Safe deines Zimmers oder deines Hotels auf. So musst du dir um Geldnachschub und den Rest deiner Reise keine Gedanken machen.

Und auch hier kann ich noch empfehlen, eine Kreditkarte zu wählen, auf die man Guthaben buchen kann. Merkst du den Diebstahl nicht schnell genug, ist im schlimmsten Fall nur eine bestimmte Summe weg und nicht dein gesamtes Erspartes.

Aufregender Moment, zugegeben – aber durchaus lösbar.

Ich fahre mit dem Auto um die nächste Ecke und trete scharf auf die Bremse. Die Scheinwerfer beleuchten spärlich den nächsten Abschnitt der Straße. Diese mündet in einem Tunnel. Dort stehen plötzlich mindestens 20 junge Männer zu beiden Seiten der Straße auf und laufen langsam auf mein Auto zu. Nix wie weg!

Straßen von Paris

Das habe ich mir eben nicht spontan ausgedacht, sondern selbst erlebt. In den Vororten und Einbahnstraßen in Paris habe ich mich hoffnungslos verfahren und erlebte diese Szene. Sehr aufregend! Aber mit quietschenden Reifen wenden kann ich jetzt.

Natürlich kennst du die Gegenden, die du bereist nicht und wie überall auf der Welt gibt es zwielichtige Ecken, in die wir geraten können. Aber das passiert dir in einer fremden Stadt im Heimatland genauso wie in Paris oder Timbuktu.

In erster Linie hilft dabei eine Portion gesunder Menschenverstand. Laufe mit offenen Augen durch die Gegend. Du wirst auch zu Hause nicht in die dunkelste Gasse einbiegen. Also mache das auch nicht im Urlaub.

Beobachte deine Umgebung: Bist du schon seit längerem der einzige Tourist und fängst an, dich unwohl zu fühlen? Dann kehr um. Oder suche dir ein Taxi, wenn du in städtischem Gebiet bist. Du musst nicht am Abend wenn es dunkel wird, noch die ganze Stadt erkunden, nur weil heute dein letzter Tag ist. Kommt lieber gesund und in einem Stück zurück und erzähle zu Hause von deinen Abenteuern. Den Rest der Stadt kannst du dir beim nächsten Besuch anschauen. Oder verlängere deinen Aufenthalt, wenn es dir gut gefällt. Schließlich befindest du dich auf einer Individualreise.

Und informiere dich vor deiner Reise über dein Reiseland. Gilt es als allgemein sicher, dann ist nicht viel Vorbereitung notwendig. Solltest du in Länder reisen, die vielleicht ein instabile politische Lage haben oder in denen ein sehr großer Unterschied zwischen Arm und Reich besteht, dann gibt es sowohl im Netz als auch in den Reiseführern viele Tipps, was es zu beachten gibt. Nutz doch einfach die Zeit im Flugzeug, um dich darauf vorzubereiten.

Hier gilt: Lieber etwas mehr Zeit in die Vorbereitung der Reise oder in die Planung des Tages stecken als die Nachsicht haben.

Da stehe ich nun, mitten in San Francisco und habe kein Hotelzimmer. Und dann findet auch noch gleichzeitig der Americas Cup im Segeln statt.

Ja, das passiert. Und dann blättert man sich durch die Seiten der gängigen Anbieter und bekommt das Gefühl, dass es kein einziges freies Hotelzimmer mehr gibt.

Das stimmt natürlich nicht. Zumindest nicht in größeren Städten und bevölkerten Gegenden. Aber vielleicht musst du jetzt in den sauren Apfel beißen und für eine Nacht ein Zimmer nehmen, welches dein Budget übersteigt. Denn vielleicht sieht am Tag danach die Lage schon wieder anders aus.

Golden Gate Bridge – San Francisco

Es ist auch hilfreich, sich vorher über mögliche Feste und Veranstaltungen zu informieren. Danach kannst du individuell deine Reiseroute anpassen oder auch schon das Hotelzimmer früher reservieren, wenn es vom Ablauf nicht anders passt.

Gerade in warmen Ländern und wenn du nicht alleine reist, kannst du daraus ein tolles Abenteuer machen. Holt euch ein paar Bierchen im 24/7 und verbringt einfach eine Nacht am Strand. Mit Meeresrauschen schlummert es sich doch gleich viel besser!

So ein Szenario macht dir vielleicht Angst, aber selbst während des Americas Cup habe ich noch ein Zimmerchen gefunden und so teuer war es letztendlich nicht. Mit den eben beschriebenen Tipps kommst du jedoch erst gar nicht in diese Lage.

Warum ich in San Francisco kein Zimmer hatte, kannst du übrigens hier nachlesen.

4 Sorgen weniger? Super!

Andere Sorgen auf dem Herzen? Dann ab damit in die Kommentare. Gemeinsam finden wir für jedes Problem eine Lösung.

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