Pünktlich zum Beginn der Sommerferien steht dein nächster Urlaub an und du stehst vor dem bekannten Problem: Spiegelreflex oder die Kompaktkamera einpacken und wie stellst du es an, dass du endlich richtig schöne Kinderfotos von deinem Nachwuchs machst. Dann ist dieser Gastbeitrag perfekt für dich. Steffen von merklich(t) verrät uns sechs wertvolle Tipps für schönere Kinderfotos im Urlaub.

1) Die Wahl der Kamera für schöne Kinderfotos im Urlaub

Prinzipiell solltest Du Dich vor Reisebeginn fragen, welchen Stellenwert die Urlaubsfotos, oder in diesem speziellen Fall die Kinderfotos, während Deiner Reise haben werden.

Nimmst du die große Spiegelreflex­kamera mit ins Gepäck, oder die kleine, handliche DigiCam? Beides hat Vor- und Nachteile und ist nicht nur entscheidend für die Qualität und den Stil Deiner Fotos, sondern auch dafür, wie Du den Urlaub erlebst.

Vorteile Spiegelreflexkamera:

  • mehr Flexibilität und Einstellungsmöglichkeiten
  • in der Regel besser Farbqualität und höhere Auflösung
  • schönere Portraitfotos dank besserer Tiefenunschärfe mit dem entsprechenden Objektiv.

Nachteile Spiegelreflexkamera:

  • schwerer und unhandlicher als eine kleine Kamera
  • Hemmschwelle die Kamera z.B. mit auf eine Kanufahrt zu nehmen, ist größer und Du hast im schlechtesten Fall einfach keine Fotos von Deinem Ausflug.

Da ich selbst auch schon öfters vor diesem Problem stand, habe ich mich für den goldenen Mittelweg entschieden und mir eine Hybridkamera gekauft. Keine Spiegelreflex, aber dafür mit lichtstarkem Objektiv und großer Blendenöffnung.

Mit diesem Kompromiss hast Du eine (relativ) kleine, handliche Kamera, die Du schnell zur Hand hast und auf jeden Ausflug mitnehmen kannst. Gleichzeitig musst Du bis zu einem gewissen Maß nicht auf die Tiefenunschärfe und die Farbqualität verzichten.

2) Vermeide direktes, hartes Sonnenlicht für schöne Urlaubsfotos Deiner Kinder

Für viele Menschen ist ein sonniger Tag gleichbedeutend mit schönen Fotos – leider ist dem nicht so.

Direktes, hartes Sonnenlicht sorgt dafür, dass Deine Kinder die Augen unschön zukneifen müssen und harte Schatten im Gesicht entstehen.

Zudem haben selbst Profikameras bei dieser Lichtsituation Schwierigkeiten, da der Kontrastumfang sehr hoch ist. Dies führt oft dazu, dass helle Stellen überbelichtet werden und keine Struktur mehr aufweisen, oder schattige Bereiche viel zu dunkel belichtet werden.

Indirekte Lichtsituationen (Schatten) sind gerade für Anfänger oder kleinere Kameras einfacher zu bewältigen als direktes Sonnenlicht.

3) Die Wahl der Kleidung für schöne Kinderfotos

Bunte Kinderkleidung mag schön sein, ist jedoch meistens kontraproduktiv für schöne Urlaubsfotos. Bunte Hosen, Shirts oder Jacken bringen schnell Unruhe in das Bild, vor allem dann, wenn die Umgebung selbst schon ein unruhiges Muster hat, wie z.B. Bäume, Laub oder andere Personen mit bunter Kleidung im Hintergrund.

Einfache Kleidung ohne extremes Muster oder Motiv wirkt einfach stimmiger und lenkt nicht vom eigentlichen Motiv ab: Deinem Kind oder deinen Kindern.

Grundsätzlich kannst du dir merken, dass helle Kleidung auf Urlaubsfotos besser funktioniert als dunkle, und einfarbige Kleidungsstücke besser als gemusterte. Wenn die Kleidung sich dann noch optisch an der Farbpalette der Umgebung orientiert, wirkt das Urlaubsfoto richtig harmonisch.

 

4) Keine gestellten Urlaubsfotos der Kinder

„Stell dich mal vor die Blumen hier und lach in die Kamera“ – so oder so ähnlich hat bestimmt jeder schon mal ein Foto im Urlaub gemacht und sich danach gewundert, warum das Bild kein Meisterwerk geworden ist.

Versuche Dein Kind in einer spielerischen Situation zu fotografieren, ohne groß anzukündigen, dass jetzt gleich eine „Fotosession“ folgt. Du kannst Dein Kind/Deine Kinder natürlich auch zu einer bestimmten Situation animieren und hinleiten – Dein Kind sollte dabei aber stets mit Spaß dabei sein und das Motiv als nicht erzwungen empfinden – denn nur so schaffst Du es, echte Emotionen einzufangen.

5) Details im Urlaub fotografieren

Versuche nicht nur die gesamte Situation auf dem Bild zu erfassen, sondern konzentriere Dich auch auf die Details, wie z.B. eine Detailaufnahme der mit Schokolade verschmierten Hände oder die sandigen Füße des Kindes.

Wenn Du später diese Detailaufnahmen mit den Ganzkörper-Portraitbildern mixt, entsteht ein schönes Album, welches Du Dir auch Jahre später noch gerne anschaut.

6) Der richtige Moment

Und dann gibt es noch die Fotos, mit denen man keinen Pokal gewinnen kann, weil Sie leicht überbelichtet, etwas unscharf sind oder einfach der Bildausschnitt schlecht gewählt ist. Aber sie zeigen einen einzigartigen, ungestellten Moment im Leben Deiner Kinder/Deines Kindes und machen das Foto aus diesem Grund zu etwas ganz Besonderem.

Wenn du alle Tipps bei Deiner nächsten Reise mit Kindern beherzigst, dann steht den schönen Kinder-Urlaubsfotos nichts mehr im Wege.

Welchen Tipp hast du für mich? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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