Manchmal ist es so gar nicht einfach, das nächste Reiseziel zu finden. Die Auswahl ist zu groß und die Entscheidung fällt dir richtig schwer. Mit meinen drei einfachen Fragen, findest du dein nächstes Reiseziel garantiert schneller.

„Wo geht es für dich als nächstes hin?“ – Ich muss zugeben, dass mich diese Frage manchmal ziemlich stresst. Und je länger ich scheinbar keine konkreten Pläne habe, desto mehr werde ich von dieser Frage verfolgt.

Vielleicht geht es dir ähnlich. Oder du bist einfach von der Länge deiner Wunschliste überfordert und weißt gar nicht, welches Ziel du als nächstes angehen sollst. Oder du hast das Reisen erst für dich entdeckt, vielleicht schon einen ersten genialen Trip gehabt und jetzt Lust auf mehr.

Egal was deine Gründe sind, manchmal scrollen wir uns durch die schönen Bilder der unzähligen Instagram- oder Pinterest-Accounts und sind was das nächste Reiseziel angeht leider nicht schlauer.

Das werden wir heute ändern! Und zwar mit meinen drei einfachen Fragen:

Das nächste Reiseziel finden: Wo warst du bereits und es hat dir richtig gut gefallen?

Setz dich entspannt aufs Sofa und grabe in deinen Erinnerungen. Oder schau dir deine Bilder an. Oder blättere in deinem Reisetagebuch, wenn du eines hast. Oder frag deinen Freund/Freundin/Mann/Frau/Reisebegleitung: Was war dein liebster Ort?

Wo hat es sich perfekt angefühlt? Wo stimmte die Mischung aus Wetter, Aktivitäten, Essen, Entspannung, neuen Dingen? Wo hast du dir immer wieder gedacht: Hier könnte ich noch länger bleiben!

Wenn du dein Traumziel hast, dann schnapp dir einen Globus, eine Weltkarte oder auch Google Maps und dann geht die Suche nach ähnlichen Orten los.

Du warst auf einer der indonesischen Inseln, liebst die Natur und das Klima und die freundlichen Menschen? Dann schau, welche Inseln du noch besuchen kannst (davon gibt es in Indonesien zum Glück reichlich).

Freiheit auf dem Roadtrip?

Du fandest deinen Roadtrip durch die USA genial, hast die Freiheit und die Natur geliebt? Dann schau, welche Route du dieses Mal fahren könntest. Oder du wagst dich nach Kanada, das auch ein beliebtes Ziel für Roadtrips ist und der Natur der USA in nichts nachsteht. Oder auch Australien. Ich habe gehört, dass auch da Roadtrips ziemlich gut möglich sein sollen.

Du liebst Fuerteventura? Dann schau doch das nächste Mal auf La Gomera vorbei. Oder du besuchst Grand Canaria.

Menschen sind Gewohnheitstiere, also muss es für deinen nächsten Trip vielleicht nicht ein komplett anderes Reiseziel sein.

Wie lange kannst du unterwegs sein?

Oft entscheidet die Länge deines Urlaubs auch über die Destination.

Prinzipiell gilt: Je länger (und anstrengender) die Anreise, desto länger solltest du auch im Reiseland bleiben.

Rechne für lange Flüge und Zeitverschiebungen mindestens einen Tag ein, der dir jetlag-bedingt durch Ausschlafen und Neben-der-Spur-sein wegfällt. Vielleicht sogar zwei, wenn dein Körper empfindlicher reagiert.

Dazu kommt die Anreise. Fernziele erreichst du oft nur mit Umsteigen. Dafür musst du auch entsprechend Zeit am Umsteige-Flughafen einplanen, eventuell musst du auch dein Gepäck nochmal einchecken (plane also nicht zu knapp!). Auch das ist Zeit, die dir an deinem Zielort fehlt.

Trotzdem kannst du selbstverständlich auch Fernziele mit nur einer Woche Urlaub realisieren. Entscheide dich für einen Ort und spar dir Roadtrips und Hotelwechsel, dann holst du auch in der Ferne das Beste aus deinem (kurzen) Urlaub heraus.

Oder du versuchst durch die Feiertage in Deutschland, deine Urlaubstage noch etwas zu strecken. Eine gute Übersicht für die Feiertage 2018 und wie du damit auf deinem Urlaub mehr machen kannst, findest du hier und hier.

Dein nächstes Reiseziel: Traust du dich das?

Hier sollte die Antwort natürlich immer ein jubelndes „Ja!“ sein. Aber auch ich habe meine schwächeren Momente.

Denn nur wenn du wirklich hinter deiner Idee stehst, wirst du allen Auf und Abs, die du natürlich auch im Urlaub hast, mit einem Achselzucken begegnen.

Ich träume schon lange davon, die Nordlichter zu sehen. Und auch wenn mir alle bestätigen, dass es nicht so schlimm ist, wie erwartet, schreckt mich Kälte unglaublich ab.

Ich weiß, dass mir kalte Füße, die dauernd laufende Nase und die an der Kamera festgefroren Finger gegen den Strich gehen würden. Und wenn ich dann gar keine Nordlichter zu sehen bekommen würde, dann denke ich vielleicht, dass sich der Trip gar nicht gelohnt hat.

Egal welche Sorgen es bei dir sind, frag dich: Traue ich mich das wirklich und nehme alle Eventualitäten in Kauf?

Dann werden dir auch Routenänderungen, Schlecht-Wetter-Einbrüche oder auch mal ein schlechtes Essen nicht viel ausmachen. Und dein Urlaub wird grandios.

Und nur weil du dich jetzt nicht richtig traust, heißt es nicht, dass es nie passieren wird. Ich werde die Nordlichter sehen. Ganz sicher!

Ob Strand oder Berge – dein nächstes Reiseziel muss zu dir passen

Mit ein bisschen Reiseplanung ist es einfacher

Sind diese Fragen geklärt, bist du deinem nächsten Reiseziel schon viele Schritte näher. Ein paar andere Faktoren spielen jedoch auch noch eine Rolle.

Wie sieht es zum Beispiel mit deinem Budget aus? Musst du dich noch um wichtige Dokumente kümmern oder gar ein Visum beantragen, das auch ein paar Wochen in Anspruch nehmen kann? Gibt es noch Impfungen, die du auffrischen solltest?

Je nach Zeit, die dir noch bis zu deinem Urlaub bleibt, fällt vielleicht das ein oder andere Reiseziel doch erst einmal aus, weil die Vorbereitung länger braucht. Ein paar Schritte, die dir die Urlaubsplanung erleichtern, habe ich hier für dich zusammen gefasst.

Mache einen Test

Solltest du immer noch unsicher sein, was dein nächstes Reiseziel wird, mach doch einfach einen Test. Wobei ich das natürlich mit einem Grinsen schreibe. Kein Test der Welt wird dir je dein nächstes Reiseziel nennen können. Aber es ist lustig und vielleicht bekommst du ja ein ganz überraschendes Ergebnis.

Du beantwortest ein paar einfache Fragen nach Klima, Reisedauer und -monat, Budget und anderen Dingen und bekommst eine kleine Liste mit Reisezielen, die dir gefallen könnten (bei mir erschien unter anderem Goa. Das wäre doch geil! Macht die Wunschliste wieder länger). Vielleicht findest du so noch ein wenig Inspiration.

Der wichtigste Hinweis zum Schluss: Plane, recherchiere, organisiere – aber atme durch und höre auch auf dein Bauchgefühl. Denn in den meisten Dingen liegt das ganz richtig.

Jetzt bist du gefragt: Wie findest du dein nächstes Reiseziel? Ich freue mich auf deine Tipps.

2 thoughts

  1. Ich habe festgestellt (nicht nur beim Reisen): Am Besten ist immer eine Mischung aus totaler Vorfreude und ein bisschen Furcht. Die gehört dazu und ist ein Zeichen dafür, dass du dich weit genug aus der Komfortzone herauslernst, um über dich hinauszuwachsen.
    Und ich würde auch immer fragen: Wo hast du Freunde? Oder auch nur entfernte Bekannte, die du besuchen könntest? Mit denen werden die Reiseeindrücke immer ganz anders.
    Viele Grüße!

    1. Hi Laura,
      Die Mischung aus Vorfreude und Angst trifft es genau! Wenn nicht auch die Aufregung dabei wäre, wofür müssten wir dann unser bekanntes Umfeld überhaupt verlassen 😉

      Den Tipp, mal über Freunde und Bekannte nachzudenken, finde ich gut! Da bekommt man auch immer direkt richtig gute Insider-Tipps:

      Liebe Grüße
      Magdalena

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